Lindenhof-Künstler

Achim Gogler

Achim Vogler, Jahrgang 1952, ist freischaffender Künstler in Gelnhausen. Zur Kunst fand der gelernte Vermessungstechniker auf autodidaktischem Weg und über die Tätigkeit in einem Büro für Grafikdesign.

 

Die Schwerpunkte seiner Arbeit sind gegenständliche Zeichnungen, Aquarelle und Ölbilder. Seit 2011 anstehen auch Drucke in der Technik der Kaltnadelradierung und des Kupferstichs. Von seiner Hand stammen u.a. der Entwurf und die Ausführung für die Bühne im ehemaligen Gerichtssaal des Brüder-Grimm-Hauses in Steinau, der Stadtplan der Altstadt Gelnhausen, der Brunnen auf dem Obermarkt in Gelnhausen sowie der große Kerzenleuchter “Der brennende Dornbusch” in der Marienkirche in Gelnhausen. Bühnenbilder entstanden für das “Riwwelkuchen-Theater” in Linsengericht-Lützelhausen und für die Opernakademie Bad Orb. Im öffentlichen Raum von Gelnhausen gibt es eine Reihe großformatiger “Trompe-l’oeil”-Gestaltungen. Ölbilder und Aquarelle befinden sich in verschiedenen privaten und öffentlichen Sammlungen.

Hauptsächlich durch Aufträge kommt mein Einkommen als Künstler zustande.

Verkäufe "aus der Mappe" oder "von der Wand" ergeben sich nicht so oft.

 

Vorbilder sind für mich die Romantiker, die Impressionisten sowie verschiedene Formen des Realismus aus dem 20. Jahrhundert.

Besonders im Gedächtnis geblieben sind mir in den 1970er Jahren  die Besuche, der Dali-Ausstellung  im Städelmuseum in Frankfurt am Main und die Besuche der Dokumenta 5 und 6 in Kassel.

 

Alle meine Arbeiten sind gegenständlich, realistisch.

Sie reichen von der Zeichnung auf unterschiedlichen Papieren in verschiedenen Techniken, wie Bleistift-, Feder-, Pinselzeichnung über Kaltnadelradierung und Kupferstich bishin zu Maltechniken wie Aquarell, Gouache und Arbeiten in Öl.

 

Viele meiner Motive entdecke ich bei meinen Wanderungen zu Fuß oder bei kleineren und größeren Touren mit dem Rad.

Oft habe ich mein "Werkzeug" nicht dabei, und so kehre ich einige Tage später zu den ausgewählten Plätzen zum Zeichnen oder Malen zurück.

 

Auch bei den hier ausgestellten Bildern zeigt sich, dass ihre Basis Naturstudien sind, wie ich sie bis heute gerne durchführe.

Das geht von Pflanzen- und Landschaftsdarstellungen, Architekturzeichnungen, Stillleben, Interieurs bishin zum Aktzeichnen.

Viele dieser Arbeiten entstehen vor Ort und werden meist auch dort beendet.

 

Die Fotografie kann ein gutes Hilfsmittel sein, aber ich bin nicht von ihr abhängig.

 

Meine Aufenthalte auf dem Lindenhof ermöglichten es mir, die Landschaft in der Umgebung von Streitberg zu erkunden.

 

Auch wenn Jahreszeit und Wetter nicht ideal waren um im Freien zu arbeiten, so konnte ich doch aus dem oberen Giebelfenster im Haupthaus des Lindenhofs drei Ansichten von Streitberg, bei unterschiedlichen Wetterlagen, malen.

 

Der Himmel über der Platte, wie dieser Teil des südlichen Vogelsbergs genannt wird, wo mehrere Dörfer liegen zu denen auch Streitberg zählt, erscheint hier oben größer und weiter als unten im Kinzigtal. 

Besonders in den Abend- und Morgenstunden erfindet die oft rauhe Landschaft ihre eigene Poesie, von eindringlicher Klarheit bis zur nebligen, verhüllenden Schemenhaftigkeit.